Wege aus der Angst

Das vergangene Jahr war von Angst und Unsicherheit geprägt: Vieles, was gerade passiert, lässt uns ratlos zurück und niemand weiß so genau, wie es weitergeht. Viele fürchten eine Ansteckung mit dem Virus oder sorgen sich um ihre Liebsten; andere sind mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Die zunehmend autoritären Maßnahmen und manche gesellschaftliche Entwicklungen steigern die Verunsicherung. Wir leben in einer herausfordernen Zeit, soviel steht fest. Doch Angst hat uns auch früher schon begleitet: vor Krieg, Terror, Flüchtlingen, Wirtschaftskrisen oder eben Krankheiten. Sehr oft wird Angst von Medien geschürt.

Es ist nicht leicht, positiv und im Vertrauen zu leben, wenn die Medien ein Bild der Welt zeichnen, das sich in erster Linie um Krisen und Konflikte dreht. Denn tatsächlich gibt es zahlreiche positive Entwicklungen auf diesem Planeten, über die viel zu wenig berichtet wird. Stattdessen werden wir täglich mit negativen Nachrichten bombardiert. Der sogenannte konstruktive Journalismus macht es anders: Er wirft einen Blick über den Tellerrand und begibt sich auf die Suche nach Lösungsansätzen. Und ja, wie könnte es anders sein, ich selbst habe mich dieser Form des Journalismus verschrieben. 🙂 Das mag daran liegen, dass mich Lösungen immer schon mehr interessiert haben als Probleme.

In meinem Leben hat Angst bisher keine große Rolle gespielt: als Kind kletterte ich auf die höchsten Bäume, sprang im Schwimmbad vom Zehn Meter-Turm und fuhr Schi im Abfahrtsstil. Später reiste ich alleine durch die Welt und dachte nicht lange darüber nach, ob etwas gefährlich war. Ich kann nicht sagen, woher diese Furchtlosigkeit kommt, mir scheint ein gewisses Grundvertrauen ins Leben mitgegeben worden zu sein. Natürlich bin auch ich nicht frei von Ängsten, etwa vor gewissen Krabbeltieren. Mit zunehmendem Alter habe ich Höhenangst entwickelt und bekomme weiche Knie, wenn ich vor einem Abgrund stehe.

Die Sorglosigkeit, mit der ich früher durchs Leben gesteuert bin, hat sich im Laufe der Jahre gewandelt: Ich gehe nun achtsamer mit mir selbst um, habe Verantwortung übernommen, auch für meine Kinder. Ängstlicher bin ich dennoch nicht geworden. Doch Angst und Sorge scheint in unserer Gesellschaft allgegenwärtig zu sein. Ich kenne Menschen, die Situationen, vor denen sie sich fürchten, geradezu anziehen. Erklärungen dafür liefert die Quantenphysik oder der Buddhismus: Energie folgt der Aufmerksamkeit, Gedanken erschaffen die Wirklichkeit.

Was können wir also tun, um der Angst zu begegnen?

Ein guter Tipp ist, Nachrichten und Social Media nur in Maßen zu konsumieren. Wir müssen nicht täglich auf Corona-Zahlen starren und erfahren, welche Maßnahmen wo umgesetzt werden. Zermürbende Diskussionen und Machtkämpfe in sozialen Medien schwächen zusätzlich. Lieber gezielt Medien suchen, die sich auf positive bzw. konstruktive Nachrichten spezialisiert haben – die gibt es!

Was wir tun können, um wieder ins Vertrauen zu kommen, ist es, sich aktiv Dinge vor Augen zu halten, die positiv sind und sie jeden Abend aufzuschreiben. Eine „Dankbarkeitsliste“, die uns zeigt, was gut läuft in unserem Leben. Das können kleine Dinge sein wie eine Umarmung oder das Lächeln eines Fremden auf der Straße, aber natürlich auch größere Erfolge. Nach einigen Wochen verschiebt sich der Fokus erwiesenermaßen hin zum Positiven. Das bedeutet: es fällt dann viel leichter, die schönen Dinge des Lebens, die ja immer um uns sind, wahrzunehmen. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, ich war früher ein Mensch, der viel kritisierte und sich gerne in der Opferrolle sah. Durch die regelmäßige „Dankbarkeitsübung“, die übrigens aus der Positiven Psychologie kommt, hat sich meine Wahrnehmung deutlich verändert, ich kann mich heute viel mehr an kleinen Dingen erfreuen.

Was mir auch hilft: mir zu überlegen, wofür diese Situation gerade gut ist, was ich daraus lernen kann – oder auch meine Kinder. Und mit ihnen darüber zu reden. Dabei nützt mir mein Zugang, dass alles im Leben einen Sinn hat – auch wenn er nicht immer sofort erkennbar ist. Viktor Frankl, Begründer der Logo- und Existenzanalyse („Und trotzdem Ja zum Leben sagen“) prägte eine Frage, die er sich selbst immer wieder gestellt hat: „Wofür ist das eine Gelegenheit?

Und wenn sie doch einmal hinterrücks auftaucht, die Angst, hilft es, tief und regelmäßig zu atmen. Oder auch zu mediteren – ich persönlich bevorzuge geführte Meditationen.

Oder: Dinge tun, die Freude bereiten. In unserer Gesellschaft ist es normal geworden, ständig unter Druck zu stehen und Stress zu haben. Wir gönnen uns viel zu wenig Gutes, nehmen uns zu wenig Zeit für uns. Was mir am meist hilft, ist Bewegung in Form von laufen, schwimmen oder tanzen (auch zuhause!). Ich singe für mein Leben gerne und liebe Waldspaziergänge. Die Kunst ist, sich immer wieder selbst daran zu erinnern, diese Dinge auch zu tun. Eine „Spaßliste“, die an einem gut sichtbaren Ort aufgehängt wird, kann dabei helfen. Und natürlich müssen wir es uns auch noch erlauben, gut zu uns zu sein. Das ist nicht immer so einfach, wenn man dazu erzogen wurde, Leistung zu erbringen und zu funktionieren. Aber hey, wir sind es wert, gut zu uns zu sein! Dieses Leistungsdenken führt auch dazu, dass wir Krankheiten und den Tod fürchten – denn wenn wir immer funktionieren müssen, ist die logische Folge, dass der Tod Versagen bedeutet. Der Coach und Autor Veit Lindau schreibt dazu: „Wir reagieren dann panisch auf Bedrohungen wie das Corona-Virus, wenn wir wissen, dass wir noch nicht voll gelebt haben…Die einzige Möglichkeit, die Angst vor dem Tod zu besiegen, ist, dich deiner Angst, voll zu leben, zu stellen.“

Letztendlich geht es darum, ein Leben zu leben, das unseren Talenten und Werten entspricht, und nicht eines, das dem gesellschaftlichen Druck nachgibt. Das ist vielleicht der schwierigste Teil, auch ich habe lange gebraucht, bis ich meinen Traum vom Schreiben umsetzte. Auf dem Weg dahin habe ich mir Hilfe in Form von Therapien und Coachings geholt. Tatsächlich hört der Weg zu sich selbst nie auf – so erscheint es mir manchmal. Wir können uns immer wieder fragen: Wie geht es mir gerade, was brauche ich, was könnte besser sein?

Gerade in dieser Krise, in der wir stecken, ist Angst eine schlechte Ratgeberin, sie verstärkt die Spaltung und führt zu Misstrauen anderen gegenüber. Der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther sagt in einem Interview: „Das Leben ist immer gefährlich. Wir müssen die Unkontrollierbarkeit des Lebendigen annehmen. Erst wenn wir aufhören, alles kontrollieren und beherrschen zu wollen, sind wir frei.“ Das größte Paradox ist wohl, dass ständige Angst das Immunsystem schwächt und erst recht krank macht. Es liegt also an uns selbst, aus diesem Teufelskreis auszubrechen und neue Wege zu gehen.

Innenschau

Nun ist er also da, der zweite Lockdown – und damit das nächste Kapitel in diesem Drama namens Corona. Auch wenn die Situation an das Frühjahr erinnert und nun wieder alles stillsteht, fühlt es sich doch anders an. Es sind mehr Menschen unterwegs, fast scheint es, als ob viele genug hätten von Vorschriften und Einschränkungen.

Die anfängliche Wut und das Gefühl der Hilflosigkeit wird abgelöst von dem Empfinden, dass dies alles für etwas gut sein muss. Habe ich mich im ersten Lockdown noch eingeschränkt und meiner Freiheit beraubt gefühlt, wächst nun die Erkenntnis: Es hat offensichtlich noch einmal diese Zuspitzung gebraucht, um endlich den anstehenden Wandel einzuleiten. Um begreiflich zu machen, dass wir nicht weitermachen können wie bisher. Und damit meine ich nicht nur den Umgang mit diesem Virus, sondern unser ganzes System – Gesundheit, Wirtschaft, Gesellschaft. Wir müssen aufhören, mutwillig unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören und einander zu bekriegen. Und wir brauchen eine neue, wertschätzende Beziehung zu Tieren. Denn die Zerstörung ihrer Lebensräume wie die fortschreitende Rodung von Wäldern hat erst dazu geführt, dass das Virus von einem Tier auf den Menschen überspringen konnte. Will heißen: Wir haben uns diese Pandemie selbst erschaffen.

Immer wieder war ich in den letzten Monaten am Rande der Erschöpfung, weil ich mir den Kopf zerbrach über die verschiedenen Aspekte dieser Krise und mir die gesellschaftliche Entwicklung Sorgen bereiteten. Ich verbrachte zu viel Zeit mit Diskussionen in sozialen Medien, rieb mich dabei auf. Ein Termin bei einer Energetikerin und regelmäßige Übungen halfen mir, wieder in meine Mitte zu kommen. Auch meine fünfzehnjährige Tochter kämpfte mit Erschöpfung und depressiven Verstimmungen. Im ersten Lockdown wurde sie zur Einzelgängerin, die sich in ihr Schneckenhaus verkroch und sich zu nichts mehr motivieren ließ. Erst die Schulpsychologin schaffte es, zu ihr durch zu dringen. Einmal mehr wurde mir klar, wie wichtig es ist, sich Hilfe von außen zu holen.

Wir entschlossen uns, den Sommerurlaub in Griechenland zu verbringen, auch unserer Tochter zuliebe, die sich das sehnlichst wünschte. Der Urlaub am Meer war das Beste, was wir in dieser Situation tun konnten und wir alle kehrten gestärkt zurück.

Seitdem hat es immer wieder Momente gegeben, in denen ich mit mir im Reinen war wie nie zuvor. In denen ich pures Glück spüre darüber am Leben zu sein, im Hier und jetzt verankert. Fast immer habe ich solche Momente in der Natur – am Wasser oder im Wald – und sie werden mehr.

Nun ist also wieder Rückzug angesagt und das fühlt sich in der dunklen, kalten Jahreszeit irgendwie auch richtig an. Immer öfter spüre ich, dass ich gerade dann, wenn es da draußen am lautesten ist, die Stille in mir selbst finden kann. Dass ich mich ganz bewusst ausklinken kann aus Diskussionen, die mich schwächen. Dennoch – und das mag auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirken – höre ich nicht auf, die Entscheidungen der Politiker zu hinterfragen. Dass die Schulen wieder geschlossen wurden, ist für mich der größte Skandal – und ich tue meine Meinung darüber auf unterschiedliche Weise kund.

Vielleicht können wir auch das gerade jetzt lernen: Dass wir nicht so ohnmächtig sind, wie es sich manchmal anfühlt. Dass wir keine Marionetten der Politik sind, sondern Verantwortung tragen, für uns selbst und für die Gesellschaft, in der wir leben. Vielleicht haben wir mehr Macht, als wir denken? Was, wenn wir nicht mehr bei allem mitspielen?

Wenn wir..

..aufhören, zu funktionieren und wieder besser für uns sorgen

..uns und unsere Kinder weniger unter Druck setzen, auch beim Homeschooling

..unseren Arbeitgebern kommunizieren, wenn wir überfordert sind

..Netzwerke gründen, um einander zu unterstützen

..aufhören, täglich negative Nachrichten zu konsumieren

..jeden Tags aufs Neue entscheiden, worauf wir unseren Fokus legen

in die Natur gehen statt unsere Zeit in Social Media tot zu schlagen

..für uns selbst entscheiden, was uns gut tut und was nicht

.. Dinge tun, die uns Freude bereiten

..uns immer wieder vor Augen halten, dass wir im Geiste frei sind..

…dann könnte es sein, dass wir merken, wie viel unserer Hand liegt.

Was uns jetzt helfen kann, ist ein spiritueller Zugang, die Gewissheit, dass wir alle im selben Boot sitzen. Dass wir in dieser Krise verbunden und Teil eines großen Ganzen sind – und dass alles, was jetzt passiert, der Beginn eines umfassenden Wandels ist. Nun wird uns vor Augen geführt, was wirklich zählt im Leben: Berührung, Nähe, Freunde und Familie. Jetzt sind wir gefordert, unsere Lebenskonzepte zu überdenken, herauszufinden, was wir uns wirklich wünschen vom Leben. Wir alle werden gerade unerbittlich mit unseren Schwächen konfrontiert.

Jetzt, wo das System im Umbruch ist, haben wir tatsächlich die Möglichkeit, unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wir entscheiden mit, wohin die Gesellschaft sich entwickelt. Wie soll unser Zusammenleben aussehen? Wollen wir weiterhin ein System, das Menschen und Ressourcen ausbeutet oder eines, das die Verbundenheit von Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellt? Wir alle sind gefragt, einen Beitrag für eine Zukunft, die auch für unsere Kinder noch lebenswert ist, zu leisten. Denn, davon können wir ausgehen: Nichts wird bleiben, wie es war. Es liegt nun an uns, neue Wege zu gehen.

Heil durch die Krise

Die Rastlosigkeit springt mich hinterrücks an und schüttelt mich. Immer wenn ich denke, endlich zur Ruhe gefunden zu haben, ist sie wieder da, und mit ihr die Gereiztheit, die schlechte Laune. Dann will ich auf der Stelle abhauen, irgendwohin fahren, nur weg. Seit vier Wochen dauern die Ausgangsbeschränkungen nun schon an. Am Anfang war ungläubiges Erstaunen, alles erschien unwirklich, wie in einem dieser Science Fiction-Filme, die ich mir nicht ansehe. Dann die Erkenntnis: Nichts wird mehr so sein wie früher.

Wir richten es uns zuhause ein: Mein Mann darf als Shiatsu-Praktiker nicht arbeiten, die Tochter nicht zur Schule gehen, ich arbeite weiterhin von zuhause aus. Meine freiheitsliebende Natur wird auf die Probe gestellt: Ich brauche viel Zeit und Raum für mich und bin es gewöhnt, mir Auszeiten zu nehmen. Auch jetzt gehe ich immer wieder alleine los und genieße die wenigen Momente, die ich alleine zuhause habe. Zum Glück ist die Wohnung groß und wir genießen das schöne Wetter auf dem Balkon. Regelmäßig zieht es uns hinaus, zu Spaziergängen und Ausflügen mit dem Fahrrad. Ich bin erstaunt, wie gut das Zusammenleben zu dritt funktioniert. Jeder hat ein Zimmer für sich und hin und wieder treffen wir uns in der Wohnküche. Anfangs singen wir, wie viele anderen, am Balkon für die Nachbarn, sogar die Tochter macht mit. Doch nach einiger Zeit lässt der Enthusiasmus nach.

Die Ungewissheit, wie lange diese Situation andauern wird, setzt mir zu. Ich beginne die strikten Maßnahmen zu hinterfragen, stoße im Netz auf viele verschiedene Meinungen und Alternativen. Mein Kampfgeist ist erwacht: Ich will diese Einschränkungen meiner Freiheit nicht einfach so hinnehmen, will die Frage in den Raum stellen, ob wir der Politik bedingungslos vertrauen dürfen. Endlose Diskussionen in sozialen Medien folgen und ich spüre bald: dieses Kämpfen, das Teil meiner Natur ist, dieses Gegen-den-Strom-Schwimmen strengt auch an. Ich brauche meine Energien zur Zeit für etwas anderes, möchte lernen, die Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Auch das entspricht meiner Natur: mich auf Positives zu konzentrieren, Lösungen zu finden. Doch nicht immer gibt es einfache Lösungen, manchmal hilft es auch, anzunehmen, was ist, wie es die Buddhisten lehren. Ich beginne zu meditieren, bekomme ein Achtsamkeits-Buch geschenkt. Es wirkt, ich werde ruhiger.

Ich erkenne, dass das Leben mich auf die Probe stellt und meine Schwächen nun zutage treten: Ungeduld, Perfektionismus, der Hang, alles unter Kontrolle haben zu wollen. Aus unserem geplanten Kurzurlaub im Zweitwohnsitz wird nichts, weil der Schwiegervater sich zu große Sorgen wegen der Ansteckungsgefahr macht. Ich bin wütend, frustriert, fühle mich wie eine gefangene Tigerin. Und dann gibt es wieder diese magischen Momente, in denen alles passt. Wenn ich das Zusammensein mit meiner Familie so intensiv empfinde wie nie zuvor. Wenn meine Tochter Gitarre spielt und dazu singt, und ich mitsinge. Die Augenblicke im Wald, in denen ich zur Ruhe komme. Der Moment, da in einem Waldstück mitten im Wiener Prater ein Reh an mir vorbei spaziert, ohne mich zu bemerken. Eine versöhnliche Nachricht von einem alten Freund, der mir lange gegrollt hat und nun um Verzeihung bittet. Wenn mein Mann mit unserer Tochter unterwegs ist, drehe ich zuhause die Musik auf volle Lautstärke und tanze dazu.

Meine Gefühle schwanken zwischen Trauer und Zuversicht, zwischen Resignation und Aufbegehren.

Ich übe mich in Gelassenheit, atme immer wieder tief durch und mir wird bewusst, wie dankbar ich bin: Für meine Familie, unser schönes Zuhause, meine Arbeit, die ich von jedem Ort aus erledigen kann. Dafür, dass wir alle gesund sind. Für die Gespräche mit meinem Mann, der die weisen Worte sagt: „Es hat keinen Sinn, gegen etwas anzukämpfen, das wir uns selbst erschaffen haben.“ Ich chatte mit meinem klugen und empathischen Sohn und stelle ihm die Frage, warum es mir so schwer fällt, anzunehmen was ist. Seine Antwort: „Weil du halt ein Freigeist bist.“

Doch immer öfter spüre ich es ganz stark: Es ist gut, wie es ist und es liegt an mir, wie ich mit der Situation umgehe. Ich kann dagegen ankämpfen und in Selbstmitleid versinken – damit schade ich jedoch nur mir selbst. Oder ich kann annehmen, was ist, und das Beste aus dem Moment machen. Keine Hoffnungen und Erwartungen mehr, im Moment leben, einen Tag nach dem anderen.

Vielleicht ist jetzt auch die Zeit gekommen, mich zu fragen, ob dies das Leben ist, das ich führen möchte und was ich daraus noch machen möchte – und dann auf die Antworten tief in meinem Inneren zu hören. Vielleicht ist es so, dass wir alle nun eine Aufgabe zu erfüllen haben, einen Lernschritt machen und daran wachsen können. Spirituelle und feinfühlige Menschen sagen, dass jetzt eine besondere Zeit sei, dass der Wandel hin zum Guten nicht mehr weit ist. Und da ist es wieder, mein positives Denken: Diese globale Krise könnte für uns alle eine Chance auf etwas Neues sein.

 P.S. Wer mich kennt, weiß, dass ich nie aufhören werde, kritisch und wachsam zu sein – ein kritischer Geist und positives Denken ist meiner Meinung nach kein Widerspruch. 🙂